Lebenszentrum Feldsonne erfährt Gottes Versorgung 

Das Sozialwerk der Volksmission erwirbt ehemaliges Hotel

Im Mai dieses Jahres war es soweit: Der Kaufvertrag für das Objekt Feldsonne in Loßburg bei Freudenstadt, bestehend aus ehemaligem Hotel, angeschlossenem Wohnhaus sowie großem Grundstück, wurde unterzeichnet. Nach beinahe sechs Jahren als Pächter ging für den Verein „JOIN – Mut zum Leben e.V.“ somit ein langgehegter Traum in Erfüllung.

Das Lebenzentrum Feldsonne erlebet Gottes Versorgung

Im Rückblick staunen wir als Verantwortliche über das Handeln Gottes, vor allem über Seine treue Versorgung. Aber der Reihe nach: Elke und Wolfgang Pfau hatten auf Basis der jahrelangen Erfahrung von Hauskreisarbeit in ihrer Ortsgemeinde, der Volksmission Klosterreichenbach, die Vision einer christlichen Lebensgemeinschaft für Menschen in Krisen- und Umbruchsituationen auf dem Herzen.

Bereits zu Beginn der 90er Jahre war dieses Bestreben in der Gemeinde Klosterreichenbach vorhanden gewesen; zur Umsetzung kam es allerdings erst gut zehn Jahre später.

Im Herbst 2004 nahm Familie Pfau erstmals Kontakt zu den Eigentümern des Hotels „Feldsonne“ auf. Die ehemalige Wirtin hatte inzwischen zum Glauben gefunden und stand unserem Konzept als „sozialer Einrichtung“ sehr wohlwollend gegenüber. Gleichwohl kam man uns bzgl. der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, d.h. Kaufpreis bzw. Pachtangebot, anfangs nicht entgegen. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht schien eine Verwirklichung des Projekts völlig ausgeschlossen. Doch wir durften erleben: Die Wege unseres Gottes sind nicht unsere Wege. Wenn ER Türen aufschließt, kann niemand sie schließen!

So erfolgte die Gründung des Trägervereins JOIN – Mut zum Leben e.V. im April 2005 durch mehrere Gemeindeglieder der Volkmission (inzwischen: ChristusZentrum) Klosterreichenbach. Das Lebenszentrum Feldsonne verstand sich von Anfang an als Glaubenswerk: Eine finanzielle Unterstützung durch die Ortsgemeinde war aufgrund bestehender Bauverbindlichkeiten nicht möglich. Als neu gegründetes Werk war der Zugang  zu öffentlichen Zuschüssen ebenfalls verwehrt.

Im Gebet standen deshalb Vereinsverantwortliche und Gemeindeglieder zusammen und erlebten das erste Wunder: Die geforderte Pacht wurde um die Hälfte reduziert, quasi als „Starthilfe“. Gleich im Anschluss folgte das nächste Wunder: Ein im Ausland lebender Geschäftsmann gab die Zusage, 40% der Pacht für die ersten 24 Monate Laufzeit zu übernehmen. Dankbar und überwältigt von der Treue Gottes konnten wir den Pachtvertrag unterzeichnen und starteten in unsere „Pilotphase“.

Die folgenden Jahre waren von einem kontinuierlichen Wachstum der Arbeit, bei meist guter Auslastung des Hauses, gekennzeichnet. Über zwanzig Menschen, die aus unterschiedlichen Krisensituationen heraus zu uns fanden, durften wir während der vergangenen sechs Jahre mit Gottes Hilfe begleiten. Über die Zeit gestaltete sich aber die Verlängerung des Pachtvertrages immer schwieriger, und 2010 blieb nur die Möglichkeit des Kaufes.

Was wir dann vom November 2010 bis Mai 2011 erleben durften, sind für uns wunderbare Zeichen der Liebe, Treue und Versorgung Gottes. Im November 2010 erfolgte auf der Delegiertenversammlung der Volksmission entschiedener Christen die Aufnahme des Lebenszentrum Feldsonne als Sozialwerk des Verbandes. Anfang Dezember ging die erste, stattliche Darlehenszusage einer Privatperson ein. Noch vor Weihnachten 2010 durften wir eine unerwartete Spende eines christlichen Unternehmers entgegennehmen. Durch diese Zeichen ermutigt, nahmen wir erstmals konkrete Verhandlungen mit unserer Bank auf, wobei uns Thomas Gengenbach, Kassierer der Volksmission, tatkräftig unterstützte. Anfang 2011 übernahm ein mit unserer Arbeit eng verbundenes mittelständisches Unternehmen aus unserem Landkreis eine Bürgschaft für unseren Kreditvertrag; weitere Bürgschaften, u.a. vom Gesamtverband der Volksmission, folgten. Im Rahmen unserer Spendenaktion „WOHLGESONNEN“ gingen bis Anfang April insgesamt Beträge im fünfstelligen Euro-Bereich ein. So wurde das nach menschlichem Ermessen „Unmögliche“ doch möglich durch die treue Versorgung Gottes. Eine letzte Lücke zur Finanzierung wurde durch einen zinslosen Privatkredit der Eigentümerfamilie geschlossen. Im Mai 2011 wurde der Kaufvertrag unterzeichnet und notariell beglaubigt. Unser Gott ist treu!

Für alle Unterstützung, für alles Mittragen sind wir sehr dankbar! Doch neue Herausforderungen lassen nicht lange auf sich warten: In unserer aktuellen Situation suchen wir dringend ein Mitarbeiter-Ehepaar, das bereit ist, vor Ort mitzuleben und sich – ähnlich wie wir – ehrenamtlich einbringen möchte.

Wolfgang Pfau, www.feldsonne.info

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